Bildungsministerin Benghebrit will Tamazight-Unterricht als "Pflicht"-Fach einführen

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nouria-benghebrit-Von allen Seiten wird sie angegriffen, verteidigt sich Nuria Benghebrit, die neue algerische Bildungsministerin und gab zwei separate Interviews für zwei algerische Tageszeitungen, El Watan und Echorouk. In den Interviews ging sie nicht nur auf die aktuellen Themen, sondern auch auf die Angriffe auf ihre familiäre Herkunft und ihre ideologischen Orientierungen.

Auf die Frage nach den scharfen Angriffen über ihre jüdische "Wurzeln" antwortet Nuria Benghebrit, die frisch ernannte Minister für Bildung: "Es ist Teil eines Rückzugsgefecht." Die Ministerin erinnerte daran, dass ihr Großvater der Gründer der Moschee von Paris im Jahr 1920 war. Sie wird dafür kritisiert, dass während des 2. Weltkriegs ihr Großvater, Zuflucht für Juden ermöglicht hatte; für Araber auch. Über ihre jüdische Herkunft sagte die Bildungsministerin, dass sie "eine durch den Islam arabisierte Amazighin ist."

Die algerische Schule reformieren

Attackiert wergen ihres Bedenkens über die arabische Sprache, kontert Bildungsministerin Noria Benghebrit-Remaoun (ihr vorständiger Name): "sie hat absolut nichts gegen die arabische Sprache". Sie hat aber Vorbehalte über die Methode, wie die arabische Sprache in der algerischen öffentlichen Schule unterrichtet wird. In allen Teilen des Interviews über die Sprachen in den algerischen Schulen, äußerte die Bildungsministerin ihren Wunsch, Tamazight (die Sprache der Amazighen in ganz Nordafrika) als "Pflicht"-Fach in den Schulen zu sehen. Im Moment wird Tamazight nur optional und nur in bestimmten Gebieten in Algerien unterrichtet.

Die Bildungsministerin glaubt, dass im Bereich der algerischen Schule "viel zu tun ist" und, dass "eine Bildungsreform notwendig ist". (übertragen ins Deutsche, Quelle algerie-focus.com)