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Geschichte Algeriens: Eine kurze Chronologie von 1954 bis 1962

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Sechs Chefs der FLN 19541954
1. November: Proklamation der Nationalen Befreiungsfront (FLN), in dem die Ziele des bewaffneten Kampfes für die nationale Unabhängigkeit und die Wiederherstellung des souveränen algerischen Staates definiert wurden. Eine Welle von Angriffen und Attentaten gegen die französischen Kolonialherrn in Algerien markiert den Beginn des Krieges.

5. November: Die französische Regierung in Paris schickte militärische Verstärkung nach Algerien.
24. November: François Mitterrand, damals Innenminister, befürwortet den Einsatz von Gewalt.
Dezember: Gründung des algerischen Nationalistischen Bewegung (MNA) von Messali Hajj. Die Mitglieder der Bewegung für den Triumph der demokratischen Freiheiten (BACT) werden gestoppt.

1955
26. Januar: Jacques Soustelle als Generalgouverneur von Algerien ernannt.
31. März: Der Ausnahmezustand in den Aures und in Groß-Kabylei verhängt, die Zensur eingeführt.
April 18-24: Die FLN beteiligt sich an der Konferenz der Drittwelt-Länder in Bandung (Indonesien). Die Konferenz bekundet ihre Solidarität mit den Kämpfen Algerien.
16. Mai: Die französische Armee in Algerien auf 100.000 Menschen verstärkt. Die UN-Generalversammlung stimmte für die Aufnahme des Falls Algerien in die Tagesordnung der Konferenz.
20. August: Massaker in Philippeville (Skikda). Der Aufstand der Muslime wurde niedergeschlagen. Mehr als hundert Todesfälle.
30. August: Wegen des starken Aufstandes und durch den Ausbau der bewaffneten Rebellionen wurde der Ausnahmezustand über ganz Algerien verhängt.
11. September: In Paris, die erste Manifestation von Wehrpflichtigen. Sie verweigern ihren Dienst in Algerien Algerien zu machen.
Die Aufnahme der algerischen Frage auf der 10. Tagung der UNO-Generalversammlung. Streik der Geschäftsleute in Algier am Vorabend der Eröffnung der UN-Sitzung.
November: Gründung der SAS, eine Sektion des spezialisierten administrativen Bereiches.
29. Dezember: Der Express (französische Zeitung) veröffentlicht die Fotografien der rechtswidrigen Tötung/Hinrichtung eines algerischen Rebellen von einem französisch Polizisten im August 1955.
 
1956
20. Januar: Gewalttätige Demonstrationen in Tlemcen.
2. Februar: Jacques Soustelle wurde von Robert Lacoste ersetzt.
6. Februar: Guy Mollet wird in Algier durch die Feindseligkeit der Europäer gehostet. Er sagt, "Frankreich muss in Algerien bleiben."
9. März: Manifestationen von Algeriern in Paris gegen Stimmrecht.
11. März: Nationalversammlung stimmt die Guy Mollet-Regierung spezielle Befugnisse.
11. April: Wehrdienst wird verlängert, 27 Monate. 70.000 "verfügbar".
19. Mai: Die Union der Muslischen Studenten in Algerien (UGEMA) laden die Intellektuellen, die FLN und die Nationale Befreiungsarmee (ALN) zum einem unbefristeten Streik beizutreten.
22. April: Pierre Mendes-France, Staatsminister ohne Geschäftsbereich im Widerspruch mit der Politik algerischen Regierung trittt zurück.
5. Juli: Generalstreik der Algerier in Frankreich und in der Abteilung von Algier.
20. August Kongress der FLN in Soummam (Kabylei) definiert Kriegsziele, die Bedingungen der Waffenruhe, Friedensgespräche und nannte die FLN als einziger Vertreter des algerischen Volkes.
September: Das Militär schickte 600.000 Soldaten nach Algerien.
22. Oktober: Entführung eines französischen Flugzeugs von Rabat nach Tunis, darin befanden sich mehrere FLN-Führer enthält: Ben Bella, Ait Ahmed, Boudiaf, Khider und Lacheraf. Sie wurden gefangen genommen. Im Gegenzug wurden  Dutzende von Franzosen in Meknes (Marokko) getötet.
1. November: Anlässlich des zweiten Jahrestages des Ausbruchs des bewaffneten Kampfes, Generalstreik massiv verfolgt in Algier. Aufschwung des Terrorismus in Algerien. Die ersten Bomben wurden von der FLN in Algerien verübt. Im Gegenzug tragen die französischen Zivilpersonen Waffen in Algier.
2-5 November: Frankreich und Großbritannien greifen Ägypten an und bombardierten Flughäfen und Einrichtungen des Suez-Kanals, nach dem Angriff auf Ägypten durch Israel.
15. November: UN nimmt die algerische Frage auf seine Agenda auf.
1. Dezember: General Raoul Salan wurde zum Kommandeur in Algerien ernannt.
5. Dezember: Die französische Regierung löst Räten und Gemeinden in Algerien auf.
27. Dezember: Ermordung von Amédée Froger, Präsident der Vereinigung der Bürgermeister von Algerien.

1957
7. Januar: 10. Fallschirmjäger-Division von General Massu ist verantwortlich für die Polizeiarbeit in Algier. Beginn der Schlacht von Algier. Diese Schlacht wurde in einem algerisch-italienischen Film "La Bateille d'Alger" von Gillo Pontecorvo verfilmt.
Januar / Februar: Wiederaufleben des Bombardements gegen Zivilisten und Militärs in Algier. Mehr als 30 Tote und Hunderte Verletzte.
Ende Februar: Viele FLN-Mitglieder verhaftet.
26. Februar: Die Zeitung L'Humanité veröffentlicht einen Brief von einem französischen Soldaten, der den Einsatz von Folter durch die französische Armee in Algerien verurteilt. Der französische Generaldirektor Jacques de La Bollardière verurteilt öffentlich den Einsatz von Folter und protestiert dagegen.
März: Ben Larbi M'hidi, Gründer der FLN, wurden von den Fallschirmjägern der Colonel Bigeard festgenommen, gefoltert und getötet.
13. April: Djamila Bouhired, die eine Bombe in einem Café in der Nähe der Universität von Algier gelegt hat, wurde verhaftet. Gefoltert, unterzeichnete sie ein Geständnis. Ihr Anwaltin, Gisèle Halimi, erhielt die Unterstützung von vielen französischen Intellektuellen, wie z.B.  Simone de Beauvoir, Françoise Sagan ...
28. Mai: Massaker an Zivilisten durch die FLN in douar Melouza. Bilanz: 301 Tote und 14 Verwundete.
11. Juni: Verhaftung von Maurice Audin, Assistentin an der Fakultät von Algier und Un­ter­stüt­ze­rin der algerischen Revolution.
20. September: UN nimt die algerische Frage in ihr Agenda auf.
29. November: Die Nationalversammlung erlässt Vorschriften Rahmen und das Wahlgesetz in Algerien.
Dezember: Heftige Kämpfe in Constantine und Nord-Constantine. Assassination von Abane Ramdane, der Hauptorganisator des Soummam-Kongresses.
 
1958
Januar-Mai: Dmm-Schlacht in Constantine.
7. Januar: Entdeckung von Erdöl in der Sahara.
8. Februar: In Constantine die französische Regierung entschied, die Bombardierung von Sakhiet-Sidi-Youssef durchzuführen. Bei der Operation wurden 70 Personen getötet, darunter 21 Schulkinder.
15. April: Gaillard-Regierung resigniert. Regierungskrise in Frankreich.
26. April: Demonstrationen in Algier zu Gunsten der Französisch-Algerien, 30.000 Demonstranten verlangen öffentlich den Sturz der Gaillard-Regierung.
9. Mai: Nach der FLN-Ankündigung über die Hinrichtung von drei französisch militärischen Gefangenen, Empörung und zahlreichen Demonstrationen in Paris und Algier.
13. Mai: Ein Komitee unter General Jacques Massu appellierte an General de Gaulle.
14. Mai: Salan ruft "Vive de Gaulle" in Algier. De Gaulle war bereit, die Befugnisse der Republik zu übernehmen.
28. Mai: Große Demonstration zur Verteidigung der Republik in Paris, Place de la Nation, Place de la République.
1. Juni: Nationalversammlung gibt Gaulle 339 Stimmen gegen 224.
4. Juni: In einer Rede in Algier, sagte de Gaulle die Europäer "Ich verstehe Sie."
19. September: Bildung der Provisorischen Regierung der algerischen Republik (GPRA). Ferhat Abbas ist der erste Präsident des GPR.
28. September: Die neue Verfassung wurde per Referendum (79% ja in Frankreich, 95% in Algerien) zugelassen. Geburt der Fünften Republik am 5. Oktober.
3. Oktober: Constantine de Gaulle kündigt einen Bebauungsplan in fünf Jahren für Algerien.
23. Oktober: In einer Pressekonferenz bietet de Gaulle der FLN Frieden der Mutigen.
21. Dezember: de Gaulle zum Präsidenten der Republik gewählt.

... Fortsetzung folgt

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