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Erste Prüfung des Regierungschefs Sellal: Wie will er die Probleme der Jugendlichen im Süden Algeriens lösen?

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Jugend Demo DZ SuedenZum ersten Mal in seiner Funktion als algerischer Regierungschef wird Abdelmalek Sellal ernsthaft geprüft. Die arbeitslosen Jugendlichen in südlichen Regionen Algeriens sind seit seinem letzten Auftritt in In Amenas über seinen leeren Versprechen in Aufruhr und fordern jetzt seinen Abgang.

Demo-Schriftzug: Ihr habt unsere Träume verbrannt, verbrennt unsere Körper nicht, Bürger von ... ?

Die Jugend in Ouargla plant eine sogenannte "marche millionnaire", eine Massendemonstration der Jugend am kommenden Donnerstag unter der Leitung eines Zollbeamten namens Aouine Rachid und Madani Madani. Die Organisatoren bekräftigen ihr Festhalten zur Durchführung der Demonstration am nächsten Donnerstag, um den Rücktritt des Premierministers Abdelmalek Sellal zu fordern.

Ihrer Meinung nach wird sich diese Aktion des Protestes nicht nur auf die Jugendlichen des Süden oder von Ouargla begrenzen. In ihren Augen spricht diese Demonstration die Probleme der ganzen algerischen Jugend und fügten hinzu, dass viele Menschen an diesem Marsch friedlich teilnehmen werden.

Die Organisatoren betonen die Nicht-Beteiligung der politischen Parteien, weil ihrer Meinung nach, die Probleme nicht politisch sind. Aber sie verlangen vom Regierungschef Sellal, sich bei denjenigen zu entschuldigen, die er mit dem Modewort "cherdima" (Gruppe von kriminellen Demonstranten) auf das tiefste beleidigt hat, die friedlich demonstriert haben, um einen einfachen Arbeitsplatz zu bekommen.

Die Organisatoren betonten auch, dass inzwischen ihre Aktion eine nationale Dimension genommen hat und, dass nach ihren Angaben, sich Hunderte von Menschen aus dem Norden des Landes angeschlossen haben, um diese Maßnahme der "Wiederherstellung der Würde" zu unterstützen.

Im Folgenden sind einige zentrale Inhalte der neuen Anordnung/Anweisung des Regierungschefs Sellal an alle Unternehmen, Walis (Ministerpräsidenten) und staatlichen Behörden im Süden des Landes:

  1. Alle Unternehmen müssen ihre Mitarbeiter im Sicherheitsbereich ausreichend qualifizieren, um ihre Aufgaben zu erfüllen.
  2. Wenn es nicht möglich ist, die Arbeitslosen Jugendlichen in den lokalen Arbeitsplätzen unterzubringen, dann soll der Wali die Möglichkeit schaffen, dieses Jugendliche seiner Wilaya (Provinz) zu beschäftigen.
  3. Jede Art der Arbeitsvermittlung, die nicht über die zentrale Agentur für Arbeit ist null und nichtig und wird geahndet. Jede offene Stelle muss zuerst an die Agentur für Arbeit angemeldet werden, die das Bindeglied zwischen dem Bedarf von Arbeitskräften der Unternehmen im Süden, wie z.B. Sonatrach und ihre Tochtergesellschaften, und den Arbeitssuchenden darstellt.
  4. Die Provinz Ouargla bietet mehr Angebote als Nachfrage, weil sie viele Ölfirmen von Hassi Messaoud beherbergt. Im letzten Jahr stellte eine Regierungsdelegation unter der Leitung des Ministerpräsidenten Sellal im Süden des Landes fest, dass es nur 10.000 Anfragen (Arbeitssuchende) gegen 27.000 Angebote (unbesetzte Arbeitsplätze) gab.
  5. Arbeitslose Jugendliche, Unternehmer und Projektmacher in den südlichen Provinzen sollen für ihr Vorhaben zinslose Darlehen schnell und ohne bürokratische Hindernisse bekommen.
  6. Der algerische Minister für Energie und Bergbau wird alle Unternehmen in südlichen Regionen hinsichtlich ihrer Unteraufträge an Subunternehmern überprüfen. Die Unternehmen sollen möglichst mit allen kleinen Unternehmen der Region kooperieren.

Bleibt zu hoffen, dass der Regierungschef Abdelmalek Sellal mit diesen Maßnahmen eine glückliche Hand hat und die tickende Jugendbombe entschärfen kann.

(Quelle www.echoroukonline.com)

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