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Arbeiterparteichefin Louisa Hanoune rechnet mit Benbitour, El Qaradhaoui und Katar ab

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hanoune benbiDiese starke algerische Frau in einer muslimisch geprägten, von Männern dominierten Gesellschaft, Louisa Hanoune, die langjährige Chefin der algerischen Arbeiterpartei will offensichtlich jetzt mit ihren politischen Gegnern und in erster Linie mit dem ehemaligen algerischen Regierungschef Ahmed Benbitour endgültig abrechnen.

Auf einer Pressekonferenz anlässlich des Kadertreffens ihrer Arbeiterpartei attackierte sie den ersten unabhängigen Präsidentschaftskandidaten für die kommende Präsidentschaftswahl 2014, Ahmed Benbitour scharf an.

"Dieses Individuum repräsentiert nichts, er ist unfähig und schafft nicht mal 30 Menschen zusammenzubringen", sagte sie und fragte wütend, "wo war er, als Algerien wirklich in Gefahr war? Er soll sich besser daran erinnern, dass in seiner Zeit als Regierungschef die Arbeitslosigkeit in Algerien 29% war." Die Arbeiterchefin greift den ehemaligen Chef der algerischen Regierung weiter scharf an und beschuldigt ihn, politischer Drahtzieher hinter dem Aufstand der algerischen Jugend von Ghardaia im vergangenen März, anlässlich der jährlichen Feier des Teppichs, zu sein.

 "Wir erkennen diesen Kandidaten nicht an und wir sprechen ihm die Fähigkeit ab, die Jugendlichen des Südens zu mobilisieren, auch nicht von Ghardaia," wetterte die Arbeiterkämpferin gegen den ehemaligen Premier und kritisierte ihn weiter, dass "er erst zum Lager der Opposition wechselte, nachdem er von den Machthabern des Club des Pins rausgeworfen wurde."

Bevor Louisa Hanoune ihren politischen Konkurrenten Ahmed Benbitour heftig durch ihre Mühle zermahlen hat, nahm sie sich den ägyptischen Al-Azhar-Islamgelehrten, den in Katar lebenden Rechtsprediger Yusuf al-Qaradawi an die Brust. Er spricht ihrer Meinung nach die abscheulichsten Fatwas (islamische Rechtsprechungen) über den katarischen TV-Sender Al Jazeera aus.

Für sie (Frau Hanoune), der Scheich (al-Qaradawi) und das Land (Katar), die ihm Asyl gewährt, "sind die zwei Seiten derselben Medaille."

"Fremdenfeindlichkeit falsch platziert"

Über die Situation im Süden zeigte sie mit einem anklagenden Finger auf diejenigen, die im Verborgenen agieren müssen.

Sie sagte über sie: "Diese Parteien, die verzweifelt, die Ursache über die hohe Arbeitslosigkeit mit der Gegenwart von ausländischen Arbeitern (Fremden) erklären wollen, obwohl die letzteren nicht so viele sind, sind für diese Situation verantwortlich", sagte sie und denunziert dieses als eine "falsch platzierte Fremdenfeindlichkeit" als Sicht der Dinge.

"Es ist eher die "Bastler"-Politik und die Bastlei des algerischen Ministers für Arbeit und Kunsthandwerk. Die Jungen benötigen einen sicheren und stabilen Arbeitsplatz, um ihre Rente zu sichern und nichts anderes", sagte sie.

Darüber hinaus begrüßte Hanoune die aktuellen Aussagen des algerischen Ministers für Industrie, KMU und Investitionsförderung, Cherif Rahmani über eine mögliche Ausbeutung der Mine von Gara Djebilet in Tindouf und den Bau einer neuen Zementfabrik.

Über die neue Installation der 5-köpfigen Sachverständigenkommission zur Vorbereitung der Änderung der algerischen Verfassung sagte sie, dass "die Mission dieser, ausschließlich aus Juristen bestehenden Kommission, mehrdeutig und vage ist." Sie zweifelt nicht an die Kompetenz der Kommissionsmitglieder, die zu unterschiedlichen politischen Strömungen gehören können.

Die Frage der Verfassungsänderung "ist viel mehr politisch als juristisch", sagte sie. Sie erinnerte daran, dass ihre Partei für die Eröffnung einer "nationalen Debatte" über die Frage der Verfassungsreform sei. Sie ist für die Einbeziehung aller politischen und zivilgesellschaftlichen Strömungen und ruft die Regierung auf, "mehr Transparenz und Klärung über die Mission der Verantwortlichen dieser Kommission". (Quelle www.algerie1.com)

 

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