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Kriegswaffen: Algerien erforscht neue Märkte! Plant das Herz Nordafrikas Waffenhersteller zu werden?

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DZ MilitaerNach Angaben mehrerer Quellen von Experten und Fachspezialisten der Waffenindustrie werden seit Ende 2012 Verhandlungen zwischen den entsprechen algerischen Behörden und mehreren europäischen und amerikanischen Unternehmen der Waffenindustrie geführt.

Will Algerien ihre Strategie der militärischen Beschaffung seiner militärischen Ausrüstung ändern? Als historischer Kunde der damaligen Sowjetunion und des heutigen Russland sucht Algerien seit dem Ende des Jahres 2012 nach neuen militärischen Perspektiven und Märkten: Amerikanischen, italienischen, deutschen und polnischen.

Das Land scheint seine Lieferanten im Bereich der militärischen Ausrüstung zu diversifizieren. Mehrere Medien und Websites berichten seit Ende 2012 über die verschiedene Verhandlungen und Kontakte zwischen Vertretern der algerischen Behörden und europäischen und amerikanischen Waffenhersteller über mögliche Käufe von Transportflugzeugen, Hubschraubern und Telekommunikationsanlagen. Und tatsächlich berichtete die auf die Bewaffnung der Maghreb-Staaten spezialisierte Website, Secret-Défense, über einen wahrscheinlichen Erwerb von mehreren amerikanischen Militärtransportflugzeugen des Typs C17 durch Algerien.

Laut dieser Website, die sich über alle Fragen der Waffen und der Bewaffnung in der Region informiert, "landete ein C17 Globmaster III der 446. Air Wing aus MacChord mit Sitz in Washington am vergangenen Montag auf dem algerischen Militärflughafen Boufarik, südwestlich der algerischen Hauptstadt Algier." "Das Flugzeug befindet sich in Algerien, um eine Reihe von Demonstrationen vorzuführen und den algerischen Piloten zu ermöglichen Testflüge und Auswertungen durchzuführen, um über eine endgültige Bestellung entscheiden zu können.

Nach den Informationen der algerischen Zeitung El Watan "ist die algerische Luftwaffe kurz davor, 6 bis 8 Flugzeuge dieses Typs zu bestellen, um ihre Flotte der Schwertransporter zu erweitern", schrieb Secret-Défense und fügte hinzu, dass "das Ziel und die Ankunft des Schwerttransporters C17 in Algerien, die Transportkapazität dieses Typs zu prüfen". "Auch wenn es jetzt fast sicher ist, dass die Wahl der algerischen Entscheider auf den amerikanischen Flieger C17 Globemaster fokussiert ist, sind die Verhandlungen mit den Europäern über die Maschinen A400M und A330 MRTT noch nicht beendet", hieß es weiter.

Durch dieselbe Website wurde am 27. März über einen Großauftrag der algerischen Militärs an den Telekommunikationskonzern der US-Militärs, Harris Corporation, berichtet. Demnach erhielt Harris Corporation den Auftrag, in Algerien "die Installation und die Bereitstellung des Sprach- und Informationssystems Liberty Star VCCS für die algerische militärische Flugsicherung durchzuführen". "Dieses System ist mobil und ermöglicht der algerischen Luftwaffe ihre Flugsicherung auch in abgelegenen Gebieten des Landes zu kontrollieren. Dieses VCCS-System ist das siebte Ausrüstung seiner Art in Algerien. Vier weitere VCCS Systeme sind optional und in Planung. Der Markt dieser innovativen Systeme ist mit Technologietransfer und technischen Know-how stark verbunden". Der Einsatz dieser Systeme ermöglicht eine real-time Kommunikation mit den Piloten in Flugzeugen und eine große Datenübertragungsrate bis zur Bodenstationen auf dem gesamten algerischen Staatsgebiet.

Die algerischen Seestreitkräfte wollen einen Hubschrauber-Träger aus Italien erwerben und ihm unter mit dem Namen "Kalat Beni Abbes" taufen. Er wird derzeit auf der Werft Fincantieri in Riva Rrigoso (Italien) gebaut. Es wird erwartet, dass Kalat Beni Abbes bis Mitte 2014 ausgeliert und voll einsatzfähig sein wird.

Zähneknirschen der französischen Waffenhersteller

Secret-Défense hat auch berichtet, dass Algerien den Kauf von Sokol-Hubschraubern aus Polen des Herstellers Agusta Westland beschlossen hat. Die algerische Bestellung betrifft acht Maschinen, die in den kommenden Jahren ausgeliefert werden, mit einer Option für 15 weitere. Laut AFP, gewann am 27. März 2012 die deutsche TKMS-Gruppe einen Auftrag im Wert von 2,2 Milliarden Euro für den Kauf von zwei voll bewaffneten und ausgerüsteten Meko-Korvetten.

Aber, Algerien hat den russischen Markt noch nicht abgeschrieben. Laut lokalen Medien, die einen hochrangigen russischen Kooperationspartner, Herrn Wjatscheslaw Dzilklan, zitieren, hat Algerien 36 Kampfflugzeuge des Typs Strike Yak 130 bestellt. Diese Information wurde zu Beginn dieses Monats April veröffentlicht. Die meisten Verlierer in diesen Märkten sind die französischen Hersteller. Sie wissen es. Nach der französischen Wirtschaftszeitung La Tribune ist die französische Rüstungsindustrie enttäuscht. Denn sie hatte, nach dem Besuch von Frankreichs Präsident Francois Hollande in Algerien auf eine Änderung der algerischen Politik gegenüber Frankreich gehofft.

Zur Zeit werden zwei Großaufträge in Algier verhandelt und die Franzosen scheinen bereits aus dem Spiel. Denn trotz eines konkreten französischen Angebots verhandelt Algerien, laut mehrerer Quellen, ziemlich intensiv mit Italien über den Kauf von vier italienischen Multi-Mission-Fregatten der Typs Fremm, hieß es in der Ausgabe vom 18. April von La Tribune.

Im französischen Artikel von La Tribune fragte man sich, "ob Frankreich auf der Schwarzliste von Algerien steht?". Um diese Vermutung zu verifizieren kontaktierte El Watan-Redaktion die Pressestelle des algerischen Ministeriums für die Nationale Verteidigung. Das algerische Verteidigungsministerium bat El Watan, eine schriftliche Anfrage zu schicken und auf die Antwort zu warten. Nach der Meinung eines Fachexperten für die Bewaffnung Algeriens, der um Anonymität gebeten hat, "das Erforschen neuer Waffentechnologien ist ein Pflicht für alle Länder der Welt." "Die Waffen-Technologie entwickelt sich weiter und die Bedrohungen auch. Jedes Land versucht, sich durch den Kauf neuerer und modernerer Waffen zu verteidigen. Aber das bedeutet nicht, dass es bei einem Kaufwunsch automatisch auch ein Kaufvertrag abgeschlossen wird", sagte der Waffenexperte. C17, z. B. wurde bisher nur an Israel verkauft".

Im vergangenen Februar gab die deutsche Regierung bekannt, dass Algerien innerhalb der nächsten Jahre 1.200 deutsche Panzer des Typs "Fuchs" bauen wird. Algerien hat auch die Fertigungsunterlagen zum Bau des Panzers gekauft, um eine eigene algerische Panzerproduktion aufzubauen. Es sieht so aus, dass sich die algerischen Machthaber entschieden haben, Algerien zu einem Waffenhersteller zu machen, um im lukrativen Markt der Waffengeschäfte mitzumischen. Für die deutsche Waffenindustrie stellt Algerien das Tor zum afrikanischen Waffenmarkt dar. (Quelle www.elwatan.com)

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