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Ein marokkanischer nationalistischer Politiker ruft zum Krieg gegen Algerien auf

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Maroc-DZ-guerre1Das offizielle Marokko und viele seiner Politiker haben bisher niemals öffentlich zu einem Krieg gegen Algerien aufgerufen. Inzwischen gibt es einige marokkanische Politiker, die sich trauen und Kriegserklärungen und Feindseligkeiten gegen Algerien öffentlich und hemmungslos klar auszudrücken.

Dieses extremistische Verhalten ist die politische Linie der marokkanischen nationalistischen "Istiqlal" (=Unabhängigkeit) Partei. Der Beweis dafür liefert Hamid Chabat selbst, der Generalsekretär der Istiqlal Partei. Er hat vor 100.000 Aktivisten seiner Partei auf einem Volksfest in Rabat öffentlich zu einer militärischen Offensive gegen Algerien aufgerufen, um die Gebiete von Tindouf und Bechar zurückzuholen, die seiner Meinung nach, "marokkanische Gebiete sind, die von Algerien kolonisiert sind", berichtete die marokkanische Zeitschrift Al Moustakil.

Laut dieser Quelle hat Hamid Chabat in seiner kriegerischen Rede die algerischen Geheimdienste beschuldigt, "marokkanische Regionen" zu besetzen, u.a. Knadsa und Hassi Beida. Dieser Aufruf zum Krieg ist nicht die offizielle Haltung der marokkanischen Regierung unter der Macht des Königs Mohammed VI., die offiziell eine diplomatische Annäherung an Algerien nach so vielen Jahren des Kalten Krieges befürwortet.

In der Tat haben sich mehrere marokkanische nationalistische Politiker innerhalb der Istiqlal-Partei gruppiert und einen ehrgeizigen Traumplan von einem "Groß-Marokko" geschmiedet. Das Projekt basiert auf ein ideologisches Konzept, in dem behauptet wird, dass Teile von Mauretanien, Teile von Mali, Teile der algerischen Sahara und ganz Westsahara zu Groß-Marokko gehören und demnach befreit werden sollen. Die Illusion und das propagandistische Gehabe mancher marokkanischer Istiqlal-Politiker, wie Hamid Chabat mit seinen gefährlichen Aussagen, werden die diplomatischen Bemühungen, um eine Annäherung zwischen Algerien und Marokko zu erzielen, zwar nicht untergraben aber schmerzlich stören. Zwischen den beiden nordafrikanischen Nachbarstaaten Algerien und Marokko gab es seit den 60er Jahren immer wieder Konflikte. Vor allem der Konflikt der Westsahara, auch wenn er bisher keine Gefahr einer militärischen Auseinandersetzung gebracht hat, blockiert er den Bau eines vereinigten friedlichen nordafrikanischen Maghreb. (Quelle www.algerie-focus.com)

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