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Kommt eine zweite Republik? Wohin entwickelt sich Algerien?

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Tarik MiraAli RachidiHamid QuazarEine neue politische Initiative wurde gestern von mehreren ehemaligen Führungskräften der Oppositionsparteien FFS und RCD gestartet. Mit ihrer neuen Initiative mit dem Namen "Die nationale Kampagne für die zweite Republik" hoffen die ehemaligen FFS-Mitglieder, Ali Abdessalam Rachedi und Ouazar Hamid, und der ehemalige Mitglied der RCD-Partei, Tarik Mira auf eine grundlegende politische Veränderung in Algerien.

Die Initiative zielt darauf ab, ein Gleichgewicht der Macht in der algerischen Gesellschaft zu schaffen, um den Weg für eine "wirkliche Veränderung" zu ebnen. "Unsere Initiative ist offen für alle Bürgerinnen und Bürger. Es gibt keine Dachorganisation, wir wollen nur unsere Verantwortung übernehmen und versuchen, unseren Beitrag zu leisten, um eine Demokratie in Algerien zu etablieren", sagte Ali Abdessalam Rachedi während einer Pressekonferenz, die gestern in der Zentrale der algerischen Zeitung El Watan in Algier stattfand.

Zunächst soll ein Gleichgewicht der Macht in der Gesellschaft geschaffen werden und das bisherige Wahlverfahren ausgesetzt werden, um die Öffnung einer breiten nationalen politischen Debatte zu ermöglichen. "Eine Totalrevision der Institutionen und der politischen Praxis ist erforderlich. Wir brauchen eine breite politische und mediale Diskussion und eine liberale Inspiration, um die Rechtsstaatlichkeit, Gleichheit aller Bürger, Frauen und Männer und die Menschenrechte zu etablieren. Dezentralisierung, Trennung und Aufteilung der Befugnisse und Macht müssen umgesetzt werden", so die Initiatoren der "Campagne nationale pour la deuxième République (CNDR)".

Aus allen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen und Erfahrungen der letzten 50 freien Jahre Algeriens kann man sicherlich nicht ableiten, dass bald eine grundlegende Änderung des algerischen Machtsystems herbeigeführt wird. Eine friedliche und freiwillige Demokratisierung des algerischen politischen Systems durch die bisherigen politischen Machthaber ist in naher Zukunft nicht unvorstellbar, aber unwahrscheinlich.

Weiter so mit einem neuen/alten Gesicht 

Die erste und wahrscheinlichste Option, wie sich das algerische politische System in den nächsten 3 bis 5 Jahren evolutioniert werden könnte, lässt sich eher mit einer Stagnation des aktuellen Zustandes adäquaterweise bezeichnen. Hinter den Kulissen und mit einer sehr komplexen und intelligenten Machterhaltungsstrategie wird zurzeit die Post-Bouteflika-Ära durch die wahren Lenker und Macher des algerischen Politiksystems vorbereitet. Diesen machtgierigen Machtstrategen ist die Komplexität der nationalen und internationalen Situation in Algerien sehr bewusst. Sie benötigen viel Zeit, um für sich und für ihre Marionetten, die optimale Ausgangsposition unter allen erdenklichen gesellschaftlichen Entwicklungen, zu erarbeiten. Es ist nur eine Frage der Zeit bis die algerische Bevölkerung und die internationale Öffentlichkeit erfahren wird, welches Marionettengesicht, Algerien in nächster Zeit, nach Bouteflika als zukünftiger Präsident repräsentieren wird.

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