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Reaktionen auf Mandelas Tod: „Ein zutiefst guter Mensch“

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mandelaPolitiker aus aller Welt haben den früheren Präsidenten Südafrikas, Nelson Mandela, gewürdigt. Der Anti-Apartheid-Kämpfer, Friedensnobelpreisträger und erste schwarze Präsident Südafrikas starb am Donnerstag nach langer Krankheit im Alter von 95 Jahren in seinem Haus in Johannesburg.

Bundespräsident Joachim Gauck sagte, mit Mandela verliere „die Welt einen großen Staatsmann, der wie nur wenige Versöhnung, Frieden und Gerechtigkeit in seiner eigenen Person verkörperte“. Nelson Mandela habe „als Mensch wie auch als Politiker in bewundernswerter Weise vorgelebt, wie Hass, Gewalt und Rassismus überwunden werden können“. Trotz der demütigenden Erfahrung von 27 Jahren Haft habe er den Mut und die Kraft gefunden, „sein Land gewaltlos in die Demokratie zu führen.“

 US-Präsident Barack Obama sagte, Mandela habe „mehr erreicht als von einem Menschen erwartet werden kann. Heute ist er nach Hause gegangen. Wir haben einen der einflussreichsten, mutigsten und zutiefst guten Menschen verloren.“

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sieht in Mandela war „einen Giganten für Gerechtigkeit und eine auf dem Boden gebliebene Inspiration“. Er habe gezeigt, „was für unsere Welt möglich ist, wenn wir an Gerechtigkeit und Menschlichkeit glauben, davon träumen und gemeinsam daran arbeiten.“

Chinas Präsident Xi Jinping rühmte Mandela als Staatsmann, der das Volk von Südafrika über lange Jahre durch einen mühsamen Kampf zum Sieg über die Apartheit geführt habe und „einen historischen Beitrag zum Aufbau und der Entwicklung des neuen Südafrika leistete“.

Der ehemaliger US-Präsident Jimmy Carter sieht nun für „das Volk von Südafrika und Menschenrechts-Aktivisten in aller Welt einen großen Führer verloren“. Mandelas Leidenschaft für Freiheit und Gerechtigkeit habe Generationen von unterdrückten Menschen in aller Welt neue Hoffnung gegeben. Seinetwegen sei „Südafrika heute eine der führenden Demokratien der Welt.“

Nigerias Präsident Goodluck Jonathan sagte: „Madibas Tod reißt ein riesiges Loch auf unserem Kontinent, das schwer wird, zu füllen. Er wird von allen schmerzlich vermisst, die Liebe, Frieden und Freiheit schätzen.“

Der Dalai Lama hat Mandela in einem Kondolenzbrief an die Familie als „großen Führer“ gewürdigt, „dessen unerschütterliche und unnachgiebige Entschlossenheit eine Schlüsselrolle bei der Sicherung des Friedens und der Versöhnung während des Übergangs Südafrikas nach der Apartheid-Herrschaft gespielt hat“. Er persönlich vermisse einen guten Freund, den er verehrt und respektiert und noch einmal wiederzusehen gehofft habe.

Mandela hatte eine besondere Beziehung zu Algerien

Algerien bedeutete viel für Mandela. Bereits im Jahr 1961 erkannte er die Stärke des algerischen Volkes, die sein Kampfstil geprägt hat.

Der erste Kontakt mit Nelson Mandela mit den Vertretern der algerischen Revolution war 1961 in Marokko, mit dem Vertreter der GPRA , Dr. Shawki Mostefai. Mandela idenzifizierte die große Ähnlichkeit zwischen dem Kampf des algerischen Volkes und dem Kampf seines Volkes gegen die Apartheid.

Die algerische Nationale Befreiungsarmee (ALN) hat viele ANC-Kämpfer in den Reihen der eigenen Freiheitskämpfern (Moudjahidin) ausgebildet. Seit 1965 bekamen viele ANC-Aktivisten eine militärische Ausbildung in Algerien (heimlich) und danach kehrten sie nach Südafrika, um militärische Operationen durchzuführen.

Und mehr Echo für den Kampf gegen die Apartheid aus Algerien zu geben, öffnete der ANC ein Informationsbüro in Algier. Viele Köpfe und große Persönlichkeiten der ANC-Bewegung. und alle ANC-Führer besuchten Algier regelmäßig, u.a der Vater der Unabhängigkeit von Guinea-Bissau, Amilcar Cabral "Mekka der Revolutionäre".

Algerien hat den ANC-Kampf auch in der UN-Generalversammlung während seiner Präsidentschaft im Jahr 1974 vehement unterstützt. Durch eine historische Geste wurde der Vertreter des Apartheid-Regimes aus dem Saal herausgeworfen wurde.

Nach achtunddreißig Jahren kehrte Mandela nach Algier zurück

Nach seiner Entlassung, am 11. Februar 1990, nach 27 Jahren im Gefängnis, besuchte Mandela Algerien. Sein Algier-Besuch galt als eine große Anerkennung für die starke Unterstützung Algeriens seines Kampfes gegen die Apartheid in Südafrika.

Nach 38 Jahren Kampf gegen die Apartheid kehrte Nelson Mandela nach Algier, um eine Hommage an Algerien und an die algerische Revolution zum Ausdruck zu bringen. Er kam nach Algier, wo er die Grundlagen des Einsatzes von Kriegswaffen lernte und sich vom heroischen Kampf der algerischen Freiheitskämpfer (Moudjahidin) gegen die Kolonialmacht Frankreich inspirieren ließ. (übertragen ins Deusch, Quelle aps.dz)

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