www.algerien-heute.com

  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size

Was sagt die Kandidatur von Bouteflika über die aktuelle Situation in Algerien und seine Zukunft aus?

E-Mail Drucken PDF
Benutzerbewertung: / 1
SchwachPerfekt 

DZ Kein P KlasseSeit seinem leichten Schlaganfall im April 2013 ist der algerische Präsident Bouteflika nicht mehr live in der Öffentlichkeit aufgetreten. Und bei seinen wenigen (3) kurzen TV-Aufnahmen, wo er sich öffentlich zeigen ließ, wirkte der 76 jährige Mann sehr schwach und angeschlagen. Angesichts dieser Tatsachen war es für die überwiegende Mehrheit der politischen Beobachter, Analysten und Kenner der algerischen Politik undenkbar, dass ein gesundheitlich so angeschlagener Mann die Geschicke des größten Land Afrikas in einer politisch instabilen und kriegerischen Region Nord- und Westafrika weiter bestimmen könnte. Alle Experten waren der Überzeugung, dass die Bouteflika-Ära vorbei sei.

Aber, was für alle Experten für unmöglich gehalten wurde, wurde am vergangenen Samstag vom algerischen Premierminister Abdelmalek Sellal in Oran möglich und wahr gemacht, die unrechtsmäßige und unmoralische "offizielle" Bekanntgabe der Präsidentschaftskandidatur des aktuell schwer kranken algerischen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika für eine vierte Amtszeit. Die betroffene Person, Präsident Abdelaziz Bouteflika, hat bis heute diese schwerwiegende Meldung, die seiner Person betrifft, nicht dementiert. In diesem Fall ist das Nicht-Dementieren von Bouteflika klar und eindeutig zu verstehen und heißt: Der schwer angeschlagene Präsident strebt in der Tat eine vierte Amtszeit an. Was sagt die Kandidatur von Präsident Bouteflika über die aktuelle Situation in Algerien und seine Zukunft aus?

Algerien hat keine "intelligente" politische Klasse

Ist es plausibel zu glauben, dass es unter den mehr als 20 Millionen wahlberechtigten Algerierinnen und Algerier, kein einziger gesunder Mensch existiert, der Algerien besser als ein alter schwacher Präsident regieren kann? Meine Antwort auf diese provokative Frage ist eindeutig Nein. Es gibt mit 100-iger Sicherheit Tausende fähige Algerierinnen und Algerier, die in der Lage wären, die Zukunft Algeriens für die nächsten 50 Jahren bestens zu gestalten und zu organisieren.

Das größte Problem, das Algerien hat, ist die fehlende politische Klasse. In den vergangenen 51 Jahren hat sich in diesem größten und reichsten Land Afrikas keine intelligente politische Klasse gebildet. Der Fakt der Bouteflika-Kandidatur ist ein Beweis für die Nicht-Existenz einer sogenannten "algerischen politische Klasse". Unabhängig von deren Ursachen und Gründen haben alle politischen Akteure und Gruppierungen innerhalb und außerhalb Algerien es nicht geschafft, eine konsensfähige Vision für die Zukunft Algeriens und Nordafrikas zu entwerfen, zu konzipieren und den einfachen Bürgern verständlich zu kommunizieren. Auf allen Ebenen fehlen die nötigen demokratischen Strukturen und die Kultur des demokratischen Denkens und Handels. Die "algerische Elite" sollte spätestens jetzt und heute aufwachen und eine KONSENSFÄHIGE Vision eines modernen demokratischen rechtsstaatlichen toleranten Zusammenlebens für alle Algerierinnen und Algerier und alle Völker Nordafrikas entwickeln und gemeinsam nach Außen politisch-demokratisch vertreten und intelligent kommunizieren.

Bouteflika-Kandidatur kann zu einer perfekten Chance entwickelt werden

Nichts ist unmöglich, außer die Meta-Naturgesetzte grundlegend zu verändern, ist bis heute noch ein zu komplexes Projekt. Dagegen ist die aktuelle Situation Algeriens ein winziges Problemchen. Die Voraussetzung dafür ist ein intelligentes Verhalten mit gesundem Nordafrikanischen Patriotismus aller Beteiligten.

... Fortsetzung folgt

Dedicated Cloud Hosting for your business with Joomla ready to go. Launch your online home with CloudAccess.net.