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Oscar Romero-Preis für Menschenrechte für Nassera Dutour

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DZ_naceraAm 13. November 2011 diese Jahres gewann die algerische Menschenrechlerin, gennant Mutter der Vermissten, Frau Nassera Dutour den Oscar Romero-Preis für Menschenrechte der Rothko Chapel in Houston, in den Vereinigten Staaten. Mit diesem Preis wurde die unermüdliche Stimme der Toten symbolisch für ihren mutigen und langjährigen Kampf gegen die algerischen Behörden belohnt. Sie ist seit Jahren die eiserne Stimme von Tausenden algerischen Toten und Vermissten.

Nassera Dutour ist Gründungsmitglied und Sprecherin des Kollektivs der Familien der Verschwundenen in Algerien (CFDA). Sie kämpft unermüdlich seit dem Verschwinden ihres Sohnes im Jahr 1997 gegen die Straflosigkeit und für die Wahrheit über das Schicksal von rund 8.000 Vermissten, die in den 1990er Jahren von staatlichen Agenten in Algerien entführt wurden.

Zum zweiten Mal wird der Oscar Romero-Preis an einer algerischen Menschenrechtlerin vergeben. 1997 bekamm ihn die Journalistin und Kolumnistin Frau Salima Ghezali Ali Yahia Abdennour, Präsidentin der Liga für Menschenrechte und leidenschaftliche Verfechterin der Freiheit in Algerien.

Juan E. Méndez, der Präsident des Advisory Committee Romero Award 2011 und der UN-Sonderberichterstatter gegen Folter und andere grausame, unmenschliche und erniedrigende Behandlung, sagte: "Oscar Romero [...] hatte keine Angst vor Konfrontation mit dem Regime in El Salvador, das nicht zögerte, seine Stimme zum Schweigen zu bringen. Es ist daher angemessen, dass Frau Nassera Dutour in diesem Jahr mit dem Oscar Romero-Preis für Menschenrechte geehrt wird, eine Frau, die unermüdlich in Algerien arbeitet, um die Stimmen der Familien von Vermissten in die Öffentlichkei zu bringen. Trotz des Drucks seitens der algerischen Behörden sie zum Schweigen zu bringen".

Während der Zeremonie der Preisverleihung, betonte Nassera Dutour, dass "die laufenden Reformen in Algerien zunehmend die individuellen und kollektiven Freiheiten beschränken, die Situation ist alarmierend. Doch dank der Wachsamkeit und Arbeit vieler Akteure der Zivilgesellschaft und der Unterstützung der internationalen Gemeinschaft und Organisationen, wie die Rothko Chapel, darf man glauben, dass auch in Algerien, früher oder später die demokratischen Erneuerungen kommen müssen.

Derzeit bereist Nassera Dutour Washington und New York, um mit verschiedenen Vertretern der Menschenrechte und der institutionellen Welt (UNO) zu treffen, um die Situation der Vermissten-Familien in Algerien zu besprechen. Die Auszeichnung Oscar Romero wurde 1986 zu Ehren des Erzbischofs von San Salvador gegründet, der am 24.März 1980 von der Militärdiktatur ermordet wurde. Wegen seines Kampfes gegen die unmenschlichen Massaker, Morde, Folter, Verschwindenlassen und andere Menschenrechtsverletzungen.

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