Ouargla: Arbeitslose der reichen algerischen Sahara-Stadt drohen mit Selbstmord durch Selbstverbrennung

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Ghardaia wilayaNoch einmal drohten junge arbeitslose Algerier mit einem kollektiven Selbstmord durch Selbstverbrennung, aber dieses Mal auf dem Dach des Hauptgebäudes der reichen algerischen Provinz Ghardaia in der Sahara. Gestern, am Sonntag (04.08.) Nachmittag haben vier junge arbeitslose Jugendliche aus Ghardaia, ausgerüstet mit mehreren mit Benzin gefüllten Flaschen, die Verantwortlichen bei der algerischen nationalen Arbeitsvermittlungsagentur (Agence Nationale de l'Emploi, ANEM) mit Selbstverbrennung gedroht, wenn das Versprechen der ANEM nicht öffentlich garantiert und umgesetzt wird. Vor langer Zeit hatte man den jungen Arbeitslosen Schlüsselpositionen an der Spitze der Jobvermittlungsagentur ANEM versprochen aber nicht eingehalten.

Für die zahlreichen Arbeitslosen in Ghardaia ist es unverständlich und unverantwortlich, dass gleich nach dem Ende des Monats Ramadan und jetzt, Anfang August, alle Verantwortlichen der Jobagentur ANEM in Urlaub gegangen sind. Die Entscheider der reichen Provinzhauptstadt Ghardaia wollen offensichtlich lieber ihre Ferien in einem schönen Hotel mit Klimaanlage und Swimmingpool genießen statt sich mit den schwierigen sozialen Problemen der zahlreichen jungen Arbeitslosen zu beschäftigen. Die armen Arbeitslosen der reichen Stadt Ghardaia sind der unerträglichen Hitze, in den Sommermonaten 40° bis 50°, und Wassermangel gewohnt.

Zur Erinnerung, gerade vor zwei Wochen, in der letzten Woche des Monats Ramadan, endete ein ähnlicher Selbstmordversuch glücklicherweise mit einem Happy End. Sechs Arbeitslose wollten sich auf dem Dach des Gebäudes der Wilaya (Provinz) selbstverbrennen. (übertragen ind Deutsche, Quelle elwatan.com)