Algerischer Staatsbürger im Pariser Konsulat Algeriens beklaut, gedemütigt und geschlagen

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ambassade Paris DZTelefonisch berichtete am vergangenen Sonntag (17.08.) ein algerischer Staatsbürger dem französischsprachigen Onlinemagazin algerie-focus.com, dass er angeblich von algerischen Offizieren des algerischen Konsulats in Paris gedemütigt und geschlafen worden sei. Er sagte: "Ich wurde am vergangenen Donnerstag vor den Augen meiner Frau und meiner drei Kinder im Hauptgebäude des algerischen Konsulats in Paris geschlagen. Sie haben mich gedemütigt und mein Geld genommen."

Er erzählte von seiner schlimmsten Erfahrung am Donnerstag, den 14. August im Hauptsitz des algerischen Konsulats in Paris. Begleitet von seiner Frau und seinen drei Kindern im Alter von 8, 12 und 14, wollte er ihre Geburtsurkunden "12S" abholen. "Ich hätte nie gedacht, dass unsere konsularischen Beamten mich vor den Augen meiner Frau und meiner drei Kinder so schlecht behandeln würden", sagte er. Er kam zum Sitz des Konsulats in Paris um 09:00 Uhr an und nahm seinen Platz an der Schlange, wie alle anderen Besucher auch. Zoubir K. verstand die Welt nicht mehr als er eine Stunde später dran war und von einem "arroganten" Beamten des algerischen Konsulats gebeten wurde, besser am nächsten Tag um 05:00 Uhr morgens zu kommen.

Zoubir K. weigerte sich, das Konsulat ohne seine Dokumente zu verlassen und wollte den Vorgesetzten des Sachbearbeiters sprechen. Daraufhin nahmen ihm zwei Angestellte des Konsulats fest, sie beleidigten ihn mit den schlimmsten Wörtern, würgten und schlugen ihn bis er in Ohnmacht fiel. "Skandal, Skandal!", schrie meine Frau bis sie mir Wasser brachten, um mich wach zu kriegen, erinnerte sich Zoubir. "Ich hatte in meiner Jackentasche einen Umschlag mit € 2.700,- Bargeld, den sie mir beschlagnahmt haben. Das Geld wollte ich auf mein Geschäftskonto einzahlen", erklärte der KFZ-Mechaniker Zoubir K. aus der Region Paris. Gleich nach seiner Freilassung aus dem Konsulat ging Zoubir K. zu einem Arzt, der ihn 5 Tage krankgeschrieben hat, um sich von diesem schlimmsten Vorfall zu "erholen".

Zoubir K. will trotz Einschüchterung nicht aufgeben. "Das ist meine Würde, ich werde bis zum Ende gehen und diese Beamten beim Pariser Gericht verklagen", sagte er und will wegen Körperverletzung und Diebstahl vor Gericht ziehen und eine Entschädigung verlangen. "Sie drohten mir, mich in allen algerischen Flughäfen für "unerwünscht" zu registrieren und ein Jahr Gefängnis zu riskieren, sollte ich meinen Mund öffnen", sagte er weiter.

Die Redaktion von www.algerie-focus.com versuchte mehrmals aber erfolgslos, die zuständigen Ansprechpartner beim algerischen Konsulat in Paris telefonisch zu erreichen, um den Vorfall aus der Perspektive des Konsulats zu klären. (übertragen ins Deustche, Quelle algerie-focus)